Tesla Energy
Austin (USA) · Großspeicher · Systemintegrator
Produkte: Megapack 3 mit rund 5 MWh und Megablock, vier Megapacks mit Transformator und Schaltanlage ab Werk, rund 20 MWh. Die Serienfertigung des Megapack 3 bei Houston begann im August 2026, Kundenauslieferungen sind für Ende 2026 angekündigt.
Eigenes Know-how: Wechselrichter, Batteriemanagement, Thermik, Steuerung und die Vermarktungssoftware Autobidder entwickelt Tesla selbst.
Zugekauft: die Zellen, bisher überwiegend von CATL. Ab August 2027 liefert LG Energy Solution LFP-Zellen aus Michigan im Wert von 4,3 Mrd. USD. Seit dem dritten Quartal 2026 laufen erste Megapacks mit Zellen aus Teslas eigener LFP-Linie in Nevada (7 GWh im Jahr).
Zahlen: 2025 wurden 46,7 GWh ausgeliefert, die Bruttomarge des Energiesegments lag bei 29,8 %. In den ersten neun Monaten 2026 kamen 36,0 GWh dazu. Nach Wood Mackenzie war Tesla 2025 zum dritten Mal in Folge die Nummer eins bei den umsatzwirksamen Lieferungen.
Deutschland: Europa wird bisher aus dem Werk Shanghai beliefert. Ein deutsches Großprojekt mit öffentlich benannter Megapack-Lieferung haben wir nicht gefunden.
CATL
Ningde (China) · Zelle, DC-Block, System
Position: weltgrößter Hersteller von Speicherzellen mit 22 bis 27 % Weltmarktanteil im ersten Halbjahr 2026. Bei kompletten Systemen sind es nur 8 %, weil der größte Teil der Zellen bei anderen Integratoren landet.
Eigenes Know-how: Zellen (LFP bis 587 Ah, dazu Natrium-Ionen mit TENER Sodium, vorgestellt im Juni 2026 in München), Module und DC-Blöcke (TENER, TENER Stack mit 9 MWh im 20-Fuß-Container). Den Wechselrichter liefern in der Regel Partner.
Zahlen: Die Speichersparte setzte im ersten Halbjahr 2026 53,3 Mrd. CNY um (+88 %), bei 24,0 % Bruttomarge. Im Gesamtjahr 2025 waren es 121 GWh und 26,7 % Bruttomarge.
Deutschland: Das Werk in Arnstadt (Thüringen) fertigt seit Dezember 2022 Zellen für Autohersteller; eine Fertigung für stationäre Speicher ist dort nicht belegt. In deutschen Großspeichern steckt CATL vor allem als Zelle in Systemen anderer Marken, etwa bei CNTE und bei der neuen TESVOLT-Generation.
Fluence
Arlington (USA) · Großspeicher · Integrator und Software
Herkunft: gegründet als Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und AES, an der Nasdaq notiert.
Eigenes Know-how: Systemdesign (Smartstack, Gridstack Pro, Ultrastack für Netzbooster), das Betriebssystem Fluence OS und die Vermarktungs- und Betriebssoftware Mosaic und Nispera.
Zugekauft: Zellen und Wechselrichter. Die Zellen kommen von AESC bzw. dem US-Werk von Fixx Energy und künftig in großem Umfang von EVE Energy: Im September 2026 wurde ein Rahmenvertrag über bis zu 206 GWh für 2027 bis 2031 gemeldet. Gefertigt wird bei Auftragsfertigern.
Zahlen: Im Geschäftsjahr 2025 (bis September) 2,26 Mrd. USD Umsatz bei 13,1 % Bruttomarge. Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2026 fiel die Marge auf 5,1 %, die Jahresprognose wurde mehrfach gesenkt.
Deutschland: Netzbooster Kupferzell für TransnetBW (250 MW), Netzbooster für TenneT, GigaBattery Jänschwalde von LEAG (1 GW, 4 GWh) und Brunsbüttel für Vattenfall (254 MW, 1.016 MWh, Bau ab 2027).
Huawei Digital Power
Shenzhen (China) · Heim, Gewerbe, Großspeicher
Eigenes Know-how: Die Kernkompetenz ist die Leistungselektronik. Huawei zählt seit Jahren zu den größten Herstellern von PV-Wechselrichtern und entwickelt Wechselrichter, das Batteriemanagement auf Pack-Ebene (Smart String) und die Steuerung selbst. Die Speicherprodukte heißen seit Juni 2026 LUTERRA statt LUNA.
Zugekauft: die Zellen, ohne dass Huawei den Lieferanten nennt.
Zahlen: Die Sparte Digital Power setzte 2025 77,3 Mrd. CNY um (+12,7 %), Speicherumsatz und Marge weist Huawei nicht aus. Bei den Systemen hielt Huawei 2025 rund 5 % des Weltmarkts, in Europa Rang 3.
Deutschland: Im Heimspeichermarkt 2025 mit 7,8 % auf Rang 3. Chinesische Wechselrichter stehen in Europa unter Beobachtung: Die EU-Kommission beschränkt Mittel der Europäischen Investitionsbank für Projekte mit Wechselrichtern von Hochrisiko-Lieferanten, die Bundesregierung prüft Schritte nach § 41 BSIG. Huawei wird dabei nicht namentlich genannt.
CNTE
Fuzhou (China) · Gewerbe- und Großspeicher · Integrator
Herkunft: Contemporary Nebula Technology Energy, gegründet 2019 von Nebula Electronics (Batterieprüftechnik), CATL und Privatinvestoren. CATL hält laut Registerdaten rund 20 %. CNTE ist also keine CATL-Tochter, verbaut aber CATL-Zellen (306 Ah und 530 Ah).
Eigenes Know-how: die Systeme der STAR-Serie mit integriertem, flüssigkeitsgekühltem Wechselrichter (STAR X bis 2,8 MW und 5,64 MWh, STAR H-MAX für Gewerbe). Wer das PCS fertigt, ist nicht öffentlich.
Deutschland: CNTE meldet Lieferungen für die Speicher Leuna 1 bis 4 in Merseburg (Leuna 1 und 2 mit je rund 50 MW und 100 MWh), Krumpa I in Braunsbedra (51 MW, 102 MWh), Altenwerder im Hamburger Hafen (7,5 MW, 16 MWh) und Lisberg II bei Bamberg (7 MW, 16 MWh). Auslieferungsmengen veröffentlicht CNTE nicht.
LONGi
Xi'an (China) · Gewerbe- und Großspeicher · über PotisEdge
Herkunft: Der Modulhersteller hat die Speichertechnik zugekauft. Seit März 2026 hält LONGi 62 % an PotisEdge aus Suzhou, heute LONGi Jingkong. PotisEdge wurde 2015 gegründet und zählte im ersten Halbjahr 2025 zu den fünf größten Lieferanten von DC-Blöcken.
Eigenes Know-how: PotisEdge entwickelt Batteriemanagement, Zellüberwachung, Wechselrichter, Energiemanagement und Thermomanagement selbst.
Zugekauft: die LFP-Zellen mit 314 Ah; den Hersteller nennt LONGi nicht.
Deutschland: Markteintritt mit einer Veranstaltung in Frankfurt am 21.05.2026, Plattform LONGi ONE, erster Gewerbespeicher an einer PV-Anlage der Stadtwerke Stralsund. BloombergNEF führt LONGi seit dem zweiten Quartal 2026 als Tier-1-Speicheranbieter.
Pramac
Pfullingen (Baden-Württemberg) · Gewerbespeicher · Generac-Gruppe
Herkunft: Pramac Storage Systems ist die frühere REFU Storage Systems (REFUstor), die die Generac-Tochter Pramac zum 01.02.2023 übernommen hat.
Eigenes Know-how: Aus der REFU-Linie stammen eigene Batteriewechselrichter (PBI 50K und 88K, zertifiziert nach VDE-AR-N 4105 und 4110), eigene Steuerungselektronik und ein eigenes EMS. Das Programm reicht vom Schrank bis zum Container mit rund 2 MWh.
Zugekauft: die Zellen (LFP, Hersteller nicht genannt). Neu seit 2026 ist der Schrank BSO MAX 125/261 mit 125 kW und 261 kWh aus fünf Packs mit 314-Ah-Zellen, ein Format, das sich mit dieser Zelle bei vielen Anbietern durchgesetzt hat. Zell- und Wechselrichterhersteller nennt Pramac für dieses Gerät nicht.
BATTR
Kraftisried (Allgäu) · Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie · Packager
Herkunft: BATTR Energy AG mit nach eigenen Angaben 14 Ingenieuren aus Elektromobilität und Hochleistungsanwendungen.
Eigenes Know-how: Batteriesysteme von 40 kWh (BRICK) über Schränke mit 318 kWh (CABINET) bis 5,2 MWh (CUBE maxi), dazu Gehäuse, Brandschutz, Monitoring und Energiemanagement.
Zugekauft: die LFP-Zellen; für den CABINET All-in-One nennt BATTR SVOLT als Lieferanten. Die DC-Systeme arbeiten mit Fremdwechselrichtern, laut Datenblatt unter anderem von SMA, Sungrow, KOSTAL und KACO. Netzanschluss-Zertifikate hängen damit am gewählten Wechselrichter.
Deutschland: Referenzen 2026 unter anderem bei Adelholzener Alpenquellen (rund 4,6 MWh) und am Energiecampus Wildpoldsried.
AlphaESS
Nantong (China), Europa-Sitz Eschborn · Heim- und Gewerbespeicher
Herkunft: gegründet 2012, nach eigenen Angaben über 150.000 Systeme weltweit und vier Fertigungsstandorte in China und Malaysia.
Eigenes Know-how: Systemintegration, Batteriemanagement und das Energiemanagement mit der Plattform AlphaCloud.
Zugekauft: die LFP-Zellen (314 Ah, Hersteller nicht genannt) und beim Gewerbespeicher STORION-LC-TB125 der Wechselrichter. Dessen Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4110 und 4120 (TÜV Rheinland, September 2025) lautet auf Langfang IN-Power Electric.
Pixii
Norwegen · Gewerbespeicher · modulare Leistungselektronik
Eigenes Know-how: Der Kern ist die PixiiBox, ein bidirektionaler Wandler mit 3,3 kW. Ein Schrank PowerShaper XLP (112 kW, 225 kWh) enthält 36 davon auf 48-Volt-Basis, das PowerBase-Skid kommt auf 1 MW und 2 MWh. Das ist das Gegenmodell zum zentralen Hochvolt-Wechselrichter: redundant und servicefreundlich, bei einem maximalen Wirkungsgrad von 96,9 % laut Datenblatt.
Zugekauft: die Batterien, LFP-Blöcke mit 314-Ah-Zellen; den Zellhersteller nennt das Datenblatt nicht. Gefertigt wird in der Slowakei.
Netzanschluss: Für die PowerShaper-Modelle einschließlich XLP liegt ein Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4110 vor (UL Solutions, Januar 2026, gültig bis 2030). Den Netz- und Anlagenschutz übernimmt ein externes Schutzgerät.
Deutschland: Referenzen unter anderem bei der Deutschen Telekom und den Stadtwerken Hünfeld.